Yoga – mehr als Entspannung

In den letzten Jahrzehnten erfreute sich Yoga einer so großen Beliebtheit, dass mittlerweile jeder die Entspannungsmethode kennt. Mehr als fünf Millionen Deutsche schwören auf die positive Wirkung des Konzepts aus Fernost. Kein Wunder, dass ein großer Markt entsteht: Es gibt Yoga-Studios und Yoga-Festivals. Dabei ist Yoga uralt und umfasst weit mehr als körperliche Fitness.

Yoga wird als Entspannungstechnik immer beliebter.

Das beliebte Yoga gibt es in den unterschiedlichsten Formen und ist für Jeden geeignet. Foto: © apops – Fotolia.com

Übungen für die Erleuchtung

Yoga ist eine indische Lehre. Das Wort bedeutet Harmonie und Verbindung. Wahrscheinlich ist die Lehre 2500 Jahre alt. Yoga gilt als eine der sechs klassischen Schulen der indischen Philosophie. Die Gelehrten Indiens entwickelten sie aus religiösen Gründen: Sie wollten Erleuchtung durch Meditation erreichen. Dabei war es wichtig, den Körper und die Muskeln für die Meditation zu kräftigen.

Die positive Wirkung auf den psychischen wie physischen Zustand führte dazu, dass die Gelehrten die Übungen (Asanas) weiterentwickelten. Darüber hinaus entstanden über die Jahrhunderte verschiedene Wege des Yoga. Am bekanntesten ist das Hatha Yoga. Das körperliche Hatha Yoga besteht aus Atem- und Entspannungsübungen. Sie sollen Energie, Gesundheit und Entspannung bringen.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts gelang das Hatha Yoga in den Westen und durchlief mehrere Anpassungsprozesse. Beispielsweise ist Yoga in der heutigen Form in Deutschland oftmals losgelöst von seinem religiösen Hintergrund.

Der Trend um Yoga

Vielmehr ist es zu einem Trend geworden: Immer mehr Yoga-Studios eröffnen mit ausgefallenen Ideen. Es gibt Aerial Yoga, bei dem man die Übungen in der Luft an einem Tuch hängend durchführt. Bei Yoga Clubbing sollen die Asanas sehr schnell mit Dance-Musik durchgeführt werden. Power Yoga ist sehr anstrengend und dient vor allem der Fettverbrennung. Bikram Yoga ist ebenso anspruchsvoll: Die Asanas absolvieren die Anhänger dieser Richtung in einem 40 Grad heißen Raum. Die Hitze soll die Muskeln entspannen.

Die klassischen Formen des Hatha Yoga gibt es aber auch noch. Diese Richtung eignet sich für die Menschen, die einen Ausgleich zum anstrengenden Alltag suchen. Sie suchen Entspannung und wollen in Harmonie mit Körper und Seele leben.

Mithilfe des Konzepts entwickeln Sie ein gutes Körpergefühl und innere Ruhe. Dabei eignet sich Yoga für jeden: Viele Studios bieten Übungen, die speziell für Kinder, Schwangere oder Senioren ausgerichtet sind. Durch die verschiedenen Richtungen ist für jeden Interessierten etwas dabei.

Das klassische Yoga: Entspannung für jeden

Das klassische Yoga beginnt mit Anfangsentspannung und Atemübungen. Zur Einstimmung folgt als erste Einheit der Sonnengruß. Dieser besteht in seiner klassischen Form aus zwölf Asanas, die ineinander übergehen. Wichtig: Führen Sie die Übungen im Einklang mit Ihrer Atmung aus. Konzentrieren Sie sich auf die Übung und die Körperbewegungen. Danach folgen je nach Yoga-Richtung verschiedene Asanas, die alle Muskeln dehnen sollen. Der Blutkreislauf kommt in Schwung.

Nach den Übungen berichten viele Menschen von einem tiefen, inneren Gefühl der Entspannung. Für Anfänger empfiehlt es sich, erst einmal Stunden bei einem Profi zu nehmen. Sie können Yoga überall durchführen – auch im Büro und zu Hause. Sie brauchen dafür nicht mehr als eine Matte und bequeme Kleidung.

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