Frau und MAnn haben Spass bei einer Kissenschlacht

Glücksrezept: Das Leben nicht so ernst nehmen

Fragt man einen Amerikaner oder Angelsachsen wie es ihm geht, wird er mit einem „Great“ antworten. Für Deutsche ein Ausdruck von Oberflächlichkeit. Der Deutsche wird eher mit „Es muss“, „So weit, so gut“, „Na ja“ antworten. Hierzulande schwingt das Adverb „eigentlich“ fast immer mit. Lieber tief stapeln, es kann ja alles schlimmer werden.

Maike van den Boom, die Autorin des Buches „Wo geht`s denn hier zum Glück? Meine Reise durch die 13 glücklichsten Länder der Welt und was wir von ihnen lernen können“ hat einen Rat parat. „Die Deutschen täten auf jeden Fall gut daran, das Leben nicht so ernst und sich selbst nicht so wichtig zu nehmen“ und „Die Deutschen müssen sich von ihren zwanghaften Vorstellungen befreien, wie ein erfolgreiches Leben aussieht. Hier verharrt man oft in einem verhassten Job, weil er Sicherheit bietet. Die Dänen und Finnen sind auch deshalb so glücklich, weil sie sich frei fühlen, ihr Leben jederzeit zu ändern, wenn es ihnen nicht gefällt. Die sind viel unabhängiger von gesellschaftlichen Erwartungen und messen sich nicht ständig mit anderen. Das Vergleichen ist ein Totengräber des Glücks.“

Dass die Menschen im Norden sich allgemein als glücklicher einschätzen, spiegelt der seit 2012 erscheinende World Happiness Report, ein Bericht für die UN, wieder. Während in den ersten Jahren Dänemark unangefochten auf dem ersten Platz war, konnte 2015 mit der Schweiz erstmals ein mitteleuropäisches Land den ersten Platz einnehmen. Seit 2016 liegen die nordischen Länder wieder uneingeschränkt in den Medaillenrängen. Auch 2018 bleiben die höchsten Positionen in Nordeuropa. Finnland ist seit 2017 Jahr vier Plätze hochgeklettert und führt die Liste der glücklichsten Länder an. Norwegen auf Platz 2, Dänemark auf Platz 3, gefolgt von Island und der Schweiz. Für Deutschland hat sich, nachdem es sich 2015 um zehn Ränge verbessern konnte, kaum etwas geändert: Position 15 und somit hinter Ländern wie Kanada, Schweden, Australien, Israel und den Niederlanden. Schlusslichter sind Burundi und die Zentralafrikanische Republik. Mit wenigen Ausnahmen liegen auch die meisten anderen Länder der 30 hintersten Ränge in Afrika.

So sehen sich die Deutschen

In Deutschland sind die glücklichsten Menschen in Schleswig-Holstein anzutreffen, so die Ergebnisse der im Auftrag der Deutschen Bundespost erhobenen Daten, aus denen sich jedes Jahr der Glücksatlas für Deutschland ergibt. Das Lebensglück in Deutschland bleibt auf hohem Niveau und liegt 2018 bei 7,05 Punkten auf einer Skala von 0 bis 10. Damit wird das Ergebnis von 7,07 Punkten aus dem Vorjahr bestätigt. Während die Westdeutschen im Vergleich zu 2017 nur etwas weniger glücklich sind, bleibt das ostdeutsche Glücksniveau unverändert. Der aktuelle Glücksabstand zwischen West- und Ostdeutschland verringerte sich auf 0,20 Punkte. Der Unterschied zwischen Ost und West ist so gering wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Trotzdem bilden die Ostländer weiterhin den hinteren Teil des Glücks-Rankings mit Brandenburg an letzter Stelle, knapp hinter Sachsen-Anhalt.

Quellen:
https://s3.amazonaws.com/happiness-report/2018/WHR_web.pdf
https://www.dpdhl.com/de/presse/specials/gluecksatlas.html

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