Tierisch gute Therapeuten

Langzeitstudien zeigen, dass das Zusammenleben mit Tieren die Lebensfreude steigert, das Stresslevel senkt und das Wohlbefinden verstärkt. Zudem wird der Gesundheitszustand positiv beeinflusst.

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Weniger Stress und mehr Wohlbefinden durch ein Haustier. Foto: © nuzza11 – Fotolia.com

Tierfreunde nehmen deutlich weniger Arztbesuche in Anspruch. Ein Haustier sorgt zudem für einen geregelten Tagesablauf. Der Tierbesitzer wird gebraucht, er hat eine Verantwortung und Aufgabe, einen Grund, morgens aufzustehen. Wenn Hundebesitzer mehrmals am Tag auch bei Wind und Wetter, „Gassi“ gehen, ist das gut für das Immunsystem, regelmäßige Spaziergänge zählen zur Gesundheitsvorsorge. Das Gefühl für jemand sorgen zu können, steigert die persönliche Zufriedenheit. Zudem verhelfen Tiere zu neuen Sozialkontakten, denn Tierhalter kommen schneller ins Gespräch, sei es beim Spaziergang mit einem Vierbeiner oder im Kleintierverein.

Ein Haustier hilft auch über Einsamkeit hinweg. Nicht zuletzt deshalb werden Tiere auch in Schulen, Seniorenheimen und sozialen Einrichtungen eingesetzt. Durch das Streicheln eines Tieres sinken Blutdruck, Atemfrequenz und Pulsfrequenz. Zudem stärken Streicheleinheiten das Immunsystem und heben die allgemeine Stimmung. Das sympathische Nervensystem ist weniger aktiv, es werden weniger Stresshormone wie Adrenalin ausgeschüttet. Patienten mit Depressionen haben eine schnellere und bessere Heilungschance, wenn Sie mit Tieren zusammen leben.

Kinder, die mit Tieren aufwachsen, haben ein stärkeres Immunsystem und sind weniger anfällig für Allergien oder Intoleranzen. Haustiere können dazu beitragen das Selbstbewusstsein von Jugendlichen zu stärken – Rücksichtsnahme und Empathie werden gelernt und gefördert, Aggressionen abgebaut. Dabei muss es nicht unbedingt eine Katze oder ein Hund sein. Gerade für kleinere Kinder eignen sich auch Kaninchen oder Meerschweinchen. Wissenschaftliche Beobachtungen belegen zudem, dass vielen Kindern das Lernen leichter fällt, wenn ein tierischer Freund bei ihnen ist. Die Anwesenheit des Tieres diszipliniert und motiviert das Kind.

Die Wahl der ,,richtigen“ Haustieres gut vorbereiten

Im Vorfeld gilt es zu überlegen, was man sich von einem Haustier verspricht, welche Spezies zu einem passt, und ob man selbst zu dem Tier passt – seinen Ansprüchen gerecht werden kann. Voraussetzung ist immer, jedes Tier artgerecht halten können.

Bei Fischen und Reptilien liegt der Schwerpunkt auf dem Beobachten. Aber auch das kann die Besitzer mit Glück erfüllen. Vögel sind sehr beliebte Haustiere – unter anderem auch deshalb, weil sie günstig in der Anschaffung sind. Außerdem lautet die weit verbreitete Meinung, dass Vögel in der Haltung eher anspruchslos sind. Ein Irrtum. Vögel sollte man niemals einzeln halten! Papageien können bis zu 70 Jahre und Kanarienvögel immer noch bis zu 30 Jahre alt werden. Nagetiere wie Hamster, Degu, Meerschweinchen oder Kaninchen kann man immerhin streicheln. Hamster und Chinchillas sind allerdings nachtaktiv – passt das zu kleinen Kindern?

Steht die Kommunikation mit im Vordergrund, ist man schnell bei Katze und Hund angelangt. Katzen sind recht selbstständig und nicht so eng an ihre Besitzer gebunden wie Hunde. Hunde beanspruchen dagegen viel Zeit. Hunde und Katzen werden ziemlich alt. Wie sieht das Leben in 15 Jahren aus? Die Besonderheiten der Rasse und der Charakter des Tieres müssen zum Besitzer passen, dann steht dem gemeinsamen Glück nichts im Weg. Und denken Sie immer daran, wie viele tierische Freunde in einem Tierheim auf ein Zuhause warten. Dort wird man Sie auch immer gerne beraten.

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