Schlaflos in Deutschland?

Das Schlafbedürfnis ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Wie viel Schlaf wir brauchen, hängt nicht zuletzt vom Alter ab. Junge Menschen haben ein größeres Schlafbedürfnis als ältere: Bis 30 Jahre verbringen wir etwa acht Stunden, bis 45 Jahre etwa sieben Stunden und ab 45 Jahren nur noch etwa sechs Stunden im Bett. Für ein aktives Leben und ein gesundes inneres Gleichgewicht brauchen wir genügend Schlaf. Für Ein- und Durchschlafstörungen gibt es eine Reihe unterschiedlicher Ursachen.

Innere Unruhe sorgt oft für Einschlafstörungen.

Für Schlafstörungen gibt es viele Ursachen wie Stress, Krankheiten oder die falsche Umgebung. Foto: © Konstantin Yuganov – Fotolia.com

Was stört unseren Schlaf?

Den einen bringen nächtliche Geräusche, Schnarchen des Partners oder eine zu helle Umgebung um den Schlaf. Den anderen hindert eine zu hohe Raumtemperatur. Zu wenig Sauerstoff in der Raumluft, eine unbequeme Matratze oder eine zu warme Bettdecke hindern Sie am gesunden Schlaf.

Manche Verhaltensweisen während des Tages können zu Ein- und Durchschlafstörungen führen. Zu üppiges Essen und koffeinhaltige Getränke nach 16 Uhr etwa. Oder übermäßiger Alkoholkonsum vor dem Schlafengehen. Schon ein spannender Krimi oder ein kompliziertes Kreuzworträtsel vor dem zu Bett gehen sorgt für Anspannung und innerliche Unruhe. Wir finden nur schwer in einen erholsamen Schlaf.

Den Ursachen auf den Grund gehen

Schlafprobleme betreffen jüngere und ältere Menschen. Unbewältigte Krisen wie Verlust, Angst, Stress oder Beziehungsprobleme stören die Nachtruhe. Die natürliche Veränderung der Schlafgewohnheiten im Alter führen zudem zu Einschlafstörungen.

Manchmal liegen körperliche oder organische Gründe vor. Chronische Schmerzen, eine Schilddrüsenüberfunktion, Herzerkrankungen oder Atemaussetzer im Schlaf (Schlafapnoe) beeinträchtigen unseren Schlaf. Um eventuelle Erkrankungen auszuschließen: Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn Schlafstörungen länger als zwei Wochen anhalten. Er überweist Sie gegebenenfalls an ein Schlaflabor. Hier werden während allen Schlafphasen Atmung, Herzschlag, Gehirnaktivität, Muskelzuckungen, Beinbewegungen und Sauerstoffsättigung ermittelt.  So finden Sie die Ursache für Ihre Ein- und Durchschlafstörungen heraus.

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