Schlaf- und Entspannungstipps für Vielflieger

Für Vielflieger ist der Flughafen so selbstverständlich wie für normale Pendler der Bus- oder S-Bahnhof. Immer mehr Menschen fliegen mehrmals wöchentlich quer über das Land oder den Kontinent, um ihrer Arbeit nachzugehen – und nicht wenige treten aus dem gleichen Grund regelmäßig auch Langstreckenflüge nach Amerika oder Fernost an. Für sie lohnen sich die folgenden Tipps für mehr Entspannung und besseren Schlaf ganz besonders!

entspannt am flughafen

Richtig entspannt am Flughafen starten, Bild © famveldman, Fotolia.com

In Sachen hektischer Betriebsamkeit stehen Flughäfen vollen Bahnhöfen in nichts nach. Zwar beträgt die Netto-Reisedauer beim Fliegen nur einen Bruchteil – mit Check-in, Gepäckkontrollen und Boarding kommt aber meist eine beträchtliche Brutto-Reisedauer zusammen. Einige Zeit- und Nervenfresser kann man als Fluggast glücklicherweise schon im Vorfeld bequem umgehen: Flugtickets lassen sich bequem vom Büro aus buchen und der Check-in kann schon am Vorabend ganz einfach online oder per SMS durchgeführt werden. So spart man morgens wertvolle Zeit. Die Boardkarte kann man entweder ausdrucken oder direkt auf das Smartphone schicken lassen. So ist sie immer gleich zur Hand.

Ihr Platz: die Basis für entspanntes Fliegen

Der Sitzplatz ist ein entscheidendes Kriterium, wenn es um entspanntes Fliegen geht. Bei manchen Airlines kann man sich schon beim Online-Check-in am Vorabend kostenlos einen Sitzplatz reservieren. Mitunter kann es sich jedoch auch lohnen, eine kostenpflichtige Reservierung vorzunehmen. Doch was sind die besten Plätze?

Top-Favorit: die Sitze am Notausgang. In Sachen Beinfreiheit sind die Sitze am Notausstieg nicht zu toppen und dementsprechend heiß begehrt. Bei einigen Airlines können diese Plätze jedoch nicht reserviert werden. Die Crew entscheidet dann vor Ort, wer dort sitzen darf. Meist wird älteren, übergewichtigen oder Passagieren mit einem Handicap der Vorzug gegeben – oder auch Menschen mit extrem langen Beinen. Eine gute Alternative sind die Sitze direkt hinter der Kabinenwand oder am Übergang von Business-zu Economy-Class. Nicht zu empfehlen ist dagegen die letzte Reihe, weil man hier die Rückenlehnen nicht zurücklegen kann.

Goldene Mitte? Von wegen! Die schlechtesten Plätze im Flugzeug sind zweifellos die in der Mitte – normalerweise „B“ und „E“. Fensterplätze – meist „A“ und „F“ – sind besonders auf Langstrecken zu empfehlen. Man kann bequem den Kopf anlehnen um zu schlafen und muss auch nicht ständig für die Sitznachbarn aufstehen. Kurzstrecken-Vielflieger schwören häufig auf Gangplätze („C“ und „D“). Denn wenn nicht gerade der Bordservice mit dem Servierwagen durch muss, kann man hier bequem die Beine ausstrecken. Auch das Zeitunglesen gestaltet sich einfacher als in der Mitte oder am Fenster. Zudem ist man nach der Landung schneller am Handgepäck und auch rascher von Bord.

Extra-Tipp: Es kann sich lohnen, sehr spät an Bord zu gehen – vor allem dann, wenn man einen Mittelplatz hat. So haben die meisten Fluggäste bereits ihre Plätze eingenommen und man sieht auf einen Blick, ob noch irgendwo eine ganze Reihe frei ist, in der man sich ganz ungestört ausbreiten kann. Doch auch nach dem Start werden Nachfragen nach leeren Plätzen vom Bordpersonal meist freundlich und positiv beantwortet.

Geräuschkulisse ausblenden

Das Brummen der Turbinen wird von vielen Flugreisenden als unangenehm laut empfunden – Musik oder ein gutes Hörbuch sind da schon bedeutend angenehmer. Um den „Fluglärm“ zu übertönen, sollte man aber die Kopfhörer keinesfalls zu laut aufdrehen um das Gehör nicht zu schädigen! Besser – und für Vielflieger durchaus rentabel – ist die Anschaffung von sogenannten Noise Cancelling (NC) Kopfhörern. Eine spezielle Technik unterdrückt Raumgeräusche und sorgt dafür, dass nur das im Ohr ankommt, was man auch hören möchte. Wer am liebsten Stille um sich hat, ist dagegen mit klassischen Ohrstöpseln gut beraten.

Gut schlafen und dem Jetlag ein Schnippchen schlagen

Wer an Bord schlafen möchte, sollte sich nicht scheuen, eine Schlafbrille zu benützen. Sie blendet störendes (Tages-)Licht aus und verschafft ein Gefühl von Ungestörtheit. Bei der Gestaltung der Schlafenszeit vor und auf Langstreckenflügen sollte man übrigens auf die Flugrichtung achten: Bei Flügen Richtung Osten fällt der Jetlag meist schlimmer aus als bei Flügen Richtung Westen. Der Grund ist die Zeitverschiebung nach vorn. Um dem drohenden Jetlag die Spitze zu nehmen, ist es deshalb sinnvoll, vor Flügen in östlicher Richtung einige Tage früher als gewöhnlich aufzustehen. Führt die Reise in den Westen, geht man am besten einige Tage etwas später als üblich zu Bett. Ebenfalls ein guter Tipp: Auf Ostflügen möglichst viel schlafen – auf Westflügen dagegen nur kurze Nickerchen machen.

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