Gut schlafen ohne Stress

Stress hält Betroffene nachts wach

Wenn das Gedankenkarussell abends noch kreist, können viele nicht einschlafen. Foto: © Innovated Captures – Fotolia.com

Entspannung entlastet Körper und Seele. Dafür benötigen wir ausreichend Schlaf.

Einer Erhebung der DAK* zufolge leidet rund die Hälfte aller deutschen Berufstätigen unter Schlafmangel. Und auch die Apotheken Umschau fand in einer repräsentativen Umfrage heraus: Mit einem Anteil von rund zwei Dritteln betrifft es vor allem Frauen über 40. Wer sich im täglichen Geschehen hektisch und angespannt von einer Aufgabe zur nächsten hangelt, findet nachts nicht mehr richtig zur Ruhe. Wir brauchen die richtigen Strategien für mehr Entspannung und besseren Schlaf.

In Alltag und Beruf herrschen oft Hektik und Stress: Immer mehr erledigen in immer weniger Zeit. Permanent klingelt das Telefon, treffen E-Mails ein, gilt es Fragen zu beantworten. Endlose Sitzungen und Meetings rauben kostbare Arbeitszeit. Nicht selten holen wir in Überstunden das Tagesgeschäft auf. So sieht der Arbeitstag vieler Beschäftigter aus.

Kurzfristig können erhöhte Anforderungen im Beruf durchaus positiv wirken. Bei manchen Menschen steigert es sogar die Leistung. Der Körper schüttet Stresshormone aus und fährt so Herzschlag, Blutdruck und Blutzucker hoch. Dadurch reagieren Muskeln und das Hirn schneller.

Anspannung und Entspannung

Dauernde Anspannung jedoch belastet Körper und Seele. Meist folgen darauf Schlafstörungen. Entspannen Sie am besten schon am Tag, dann fällt Ihnen das Ein- und Durchschlafen leichter. Nach einer erholsamen Nacht können Sie dann am Tag gelassener und mit mehr Energie mit den Alltagssituationen umgehen.

Eine ausgewogene Mischung aus Anspannung und Entspannung ist für die Gesundheit unverzichtbar. Versuchen Sie, Ihr inneres Gleichgewicht dauerhaft zu bewahren. Damit können Sie nervositätsbedingten Schlafstörungen,  innerer Unruhe,  Erschöpfungszuständen, depressiven Verstimmungen und möglichen körperlichen Symptomen entgegenwirken. Langfristig stärken Sie Ihren Körper nachgewiesenermaßen gegen Infekte.

Unterschiedliche Anti-Stress-Strategien

Finden Sie heraus, welche Form der Entspannung für Sie ideal ist, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Die meisten Menschen  reagieren auf zu viel Hektik mit Rückzug. Laut einer repräsentativen Umfrage der GfK **(Gesellschaft für Konsumforschung) sind bei gut zwei Dritteln der Befragten Lesen oder Fernsehen besonders beliebt.

Insbesondere Frauen relaxen gezielt mit Entspannungstechniken wie Yoga, autogenem Training und progressiver Muskelentspannung nach Jacobson. Egal für welche Strategie Sie sich entscheiden – Hauptsache, Sie finden Beruhigung und Entspannung!

Essen macht glücklich

Nicht nur Auszeiten vom Alltag und Entspannungstechniken helfen. Auch die Ernährung spielt für Ihr Stressmanagement eine wichtige Bedeutung. Dies beginnt mit der Wahl der richtigen Nahrungsmittel. Kleine Mengen Schokolade, Kichererbsen und Linsen steigern beispielsweise die Bildung des Glücksbotenstoffes Serotonin und des Schlafhormons Melatonin. Legen Sie Wert auf eine entspannte Atmosphäre beim Essen. Die Mahlzeiten  bieten einen Moment der Ruhe in Ihrem Alltag.

Positives Umfeld schaffen

Nicht zuletzt sind nette Gesellschaft, gute Gespräche und fröhliche Abende mit Freunden oder der Familie wichtig für die innere Balance. Stressforscher raten ausdrücklich dazu, sich möglichst viel mit positiven und interessierten Menschen zu umgeben. Auch einmal über eigene Anliegen oder Sorgen zu sprechen hilft – und selbstverständlich hie und da über sich selbst zu lachen!

Lesen Sie auch:

Schlaflos in Deutschland?

Schnell entspannt: Quicktipps für zwischendurch

 

*  DAK-Gesundheitsreport 2010 
** GfK-Umfrage 2011