Sport entspannt und macht fit

Sport hält einen sprichwörtlich „auf Trab“. Wenn Sie sich erst einmal überwunden haben, werden Sie merken, dass Sie nach dem Sport ein Glücksgefühl empfinden. Durch Bewegung werden vermehrt Glückshormone produziert (Endorphine und Serotonin), die Stresshormone neutralisieren und Gefühle der Ausgeglichenheit und Zufriedenheit stimulieren. Regelmäßige Bewegung regt auch die Blut- und Sauerstoffversorgung des Gehirns an.

Auch die Konzentrationsfähigkeit wird gestärkt, Sachverhalte werden schneller aufgenommen und verarbeitet. Das erleichtert wiederum das Bewältigen eines fordernden Alltags und Arbeitspensums. Im günstigen Fall stellt sich mit der Zeit eine gewisse Stressresistenz ein, die uns erneute Stressmomente etwas gelassener erleben lässt.
Studien belegen, dass Ausdauersportarten mit einer mäßigen Belastung von 30 bis 60 Minuten bereits genügend „Glückshormone“ freisetzen. Genau diese stressabbauenden Hormone sorgen für das entspannte Gefühl nach einer intensiven körperlichen Betätigung. Wer sich körperlich verausgabt, der kann sich hinterher auch richtig entspannen.

Fit statt gestresst – Sportarten zum Entspannen

Bei welcher Sportart man sich am besten entspannt, sollte jeder für sich selbst austesten.

  • Im Allgemeinen eignen sich Ausdauersportarten wie Laufen, Nordic Walking, Schwimmen oder Radfahren. Beim Radfahren werden die Gelenke geschont. Beim Schwimmen entlastet zusätzlich das Gefühl, vom Wasser getragen zu werden.
  • Aufgestaute Anspannung kann gezielt im Fitnessstudio mit Krafttraining oder bei unterschiedlichsten Kursen, von A wie Aerobic bis Z wie Zumba, abgebaut werden. Der Aufbau der Muskulatur und der eigenen Kräfte kann außerdem eine Veränderung des eigenen Selbstwertgefühls herbeiführen.
  • Ganzheitliche Übungsformen wie Tai-Chi, Qigong oder Yoga sorgen für eine Entschleunigung. Die bewusste Anspannung der Muskeln und auf den Atem abgestimmte Übungen entspannen den Körper und Geist. Durch die Konzentration auf den eigenen Körper werden eigene Bedürfnisse sichtbar und besser wahrgenommen.
  • Teamsport wie Ballsportarten macht doppelt Spaß und pflegt soziale Kontakte. In der Gruppe geht es einfach ein bisschen leichter. Gemeinsam Sport zu treiben, motiviert und bekämpft den inneren Schweinehund.
  • Oft unterschätzt sind Walzer, Tango und Co., denn tatsächlich bieten Gesellschaftstänze von Standard bis Latein oder freies Tanzen im Club ein besonders vielfältiges Workout, das beispielsweise dem Laufen in vielerlei Hinsicht überlegen ist. Tanzen verbindet das Angenehme mit dem Nützlichen. Tanzen strengt an, verbrennt Kalorien und bringt jede Menge Spaß. Zudem wirken die (zumeist) harmonischen Bewegungen wohltuend und stärken das eigene Körpergefühl.
  • Selbst wer körperlich nicht in der Lage ist Sport zu treiben, kann mit regelmäßigen Spaziergängen in der Natur viel für seine Ausgeglichenheit tun. Sollten Sie mal keine Lust haben, zum Beispiel bei Regenwetter oder tollem Fernsehprogramm, wird ein vierbeiniger Begleiter Sie regelmäßig dazu auffordern.
  • Sie möchten für sich sein – kein Mensch weit und breit? Wie wäre es mit Sportfischen? Entspannt den Fluss beobachten, die Gedanken fließen lassen und dann der Adrenalinschub, wenn ein Fisch anbeißt. Wer als Tierfreund lieber aufs Angeln verzichtet, kann die Ruhe auch ganz einfach am Ufer sitzend genießen.

Trainieren Sie nach Möglichkeit immer zur gleichen Zeit. Egal ob morgens oder abends, am Wochenende oder einen bestimmten Wochentag. Am besten integriert man den Sport nach und nach fest in den Alltag. Denn auf Selbstverständliches und Routinetätigkeiten verzichtet man nicht so leicht.

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