Alleine zuhause entspannen

Entspannen – am besten allein

Allein mit einem Buch, die Lieblingsoper läuft im Hintergrund. Eigenbrötlerisch, zurückgezogen, introvertiert? Herzlichen Glückwunsch, Sie können am besten entspannen. Aber: Auch gesellige Menschen kennen dieses Glücksgefühl: zu Hause sein, die bequemsten Pantoffeln an, dazu ein Getränk in der Hand und, besonders wichtig: kein Mensch weit und breit.

Soziale Aktivitäten haben geringeren Entspannungswert

Wie eine online von der Universität Durham durchgeführte Studie zum Thema Entspannung herausgefunden hat, profitieren alle von Mußestunden („quality me-time“). Insgesamt wurden 18.000 Menschen aus 134 Ländern nach ihren liebsten Tätigkeiten gefragt, wie und wo sie am besten entspannen.

Über 50 Prozent
der Befragten nannten „lesen“, gefolgt von „draußen sein“ und „Zeit allein verbringen“.

Bis zu 40 Prozent
gaben „Musik hören“, „nichts Bestimmtes“, „spazieren gehen“, „ein Bad oder eine Dusche nehmen“, „tagträumen“ und „fernsehen“ an.

Ein knappes Viertel
nannte zudem „meditieren“, „Kontakt zu Tieren“, „Freunde oder Familie treffen“, „Tee- oder Kaffee trinken“, „kreative Tätigkeiten“ und „Gartenarbeit“.

Spitzenreiter sind somit eindeutig Entspannungstätigkeiten, die alleine ausgeführt werden. Kommunikative Aktivitäten wie Freunde treffen, ausgehen oder die Familie besuchen finden sich weiter hinten auf der Liste.

Zeit für Freunde und Familie ist zwar wichtig. Doch Zeit nur für sich selbst zu finden, die Fähigkeit, einfach nur still zu sein, und nichts anderes zu hören als die eigenen Gedanken und abzuschalten, ist etwas ganz Kostbares. Es geht dabei um eine ganz bewusste Entscheidung, und „allein“ ist noch lange nicht mit dem Wort „einsam“ gleichzusetzen.

Checkliste zum entspannten Alleinsein

  • Finden Sie ein Zeitfenster nur für sich
  • Vermeiden Sie Störquellen
  • Finden Sie heraus, was Ihnen wirklich guttut
  • Erstellen Sie eine Liste, für welche Aktivitäten Sie Ihre „Ich-Zeit“ nutzen wollen
  • Nutzen Sie die „Ich-Zeit“ für Selbstfürsorge, Selbstreflexion, Yoga oder Achtsamkeitsübungen
  • Gönnen Sie sich öfter eine Pause

Ein Tipp zum Schluss:

Vergessen Sie das Essen nicht. Kochen Sie Ihr Lieblingsgericht am besten selbst – Schnippeln wirkt entspannend.

Quelle: Hammond C, Lewis G. The Rest Test: Preliminary Findings from a Large-Scale International Survey on Rest. In: Callard F, Staines K, Wilkes J, editors. The Restless Compendium: Interdisciplinary Investigations of Rest and Its Opposites. Basingstoke (UK): Palgrave Macmillan; 2016. Chapter 8. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK453237/doi: 10.1007/978-3-319-45264-7_8

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