Atmentherapie

Besseres Körperbewusstsein durch Atemtherapie

Atmen ist ein natürlicher Vorgang, der automatisch erfolgt. Nur Wenige machen sich darüber Gedanken. Doch falsches Atmen führt zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff – wir fühlen uns müde und nicht mehr wohl.

Sauerstoffmangel vermindert die Leistungsfähigkeit der Muskeln und Organe. Vor allem wird die Leistung des Gehirns gehemmt. Eine Atemtherapie steigert das Wohlbefinden und lehrt bewusstes Atmen. Sie nehmen mehr Sauerstoff in die Lunge auf und entwickeln ein intensiveres Körpergefühl.

Breites Anwendungsgebiet

Es gibt zahlreiche Formen der Atemtherapie. Einige Methoden arbeiten mit dem sogenannten „unbewussten Atem“ des Klienten, andere mit dem „willentlichen Atem“ oder dem „zugelassenen Atem“. Zwei grundsätzliche Ansätze lassen sich unterscheiden:

  • die diagnostisch-therapeutische Arbeitsweise
  • die salutogenetische Arbeitsweise

Bei Atemtherapeutinnen, die eine diagnostisch-therapeutische Arbeitsweise vertreten, wird die Atemtherapie bei Atemwegserkrankungen wie Asthma oder Mukoviszidose angewendet. Außerdem kommt sie bei der Rehabilitation nach Operationen im Bereich der Brust zum Einsatz und ist Bestandteil der Geburtsvorbereitung. Darüber hinaus wirkt die Atemtherapie gegen Muskelverspannungen. Die Krankenkassen zahlen unter Umständen die Kurse, etwa wenn der Arzt die Therapie bei einer Atemwegserkrankung verschreibt.

Der salutogenetische Ansatz geht davon aus, dass der Atem (wie keine andere Körperfunktion) auf das Engste mit allen physischen und psychischen Vorgängen im Menschen vernetzt ist. Demzufolge stärkt Atem das Gesunde, wodurch das „Kranke“ an Kraft und Einfluss verliert. Der Atem wendet sich an jene Teile oder Gegenden des Körpers, die dem Übenden bereits bewusster geworden sind, um so die ihm unbewussteren Regionen zu erschließen. Man erreicht durch das Atemtraining Entspannung und ein besseres Körperbewusstsein.

Verbesserung der Atemtechnik

Die Atemtherapie gibt es seit der Antike in zahlreichen Formen. Besonders nachhaltige Konzepte entwickelten sich im alten China und Indien. Heute finden Sie diese speziellen Atemtechniken bei Yoga- oder Qigong-Übungen. Als typische Übungen bei einer Atemtherapie gelten beispielsweise die Zwerchfellatmung und die Lippenbremse. Die Lippenbremse hilft bei Atemnot. Die Zwerchfellatmung führt zur Entspannung des Körpers.

Individuelle Therapie unter Anleitung eines Therapeuten

Die unterschiedlichen Ansätze und Übungen in der Atemtherapie richten sich nach den persönlichen Bedürfnissen. Für einen Asthmatiker gibt es andere Übungen als für jemanden, der mit einer Atemtherapie innere Ruhe und Entspannung finden will. Am besten sprechen Sie mit einem Therapeuten über Ihre Situation.

Speziell ausgebildete Physiotherapeuten bieten Atemtherapien an. Auf der Webseite therapeuten.de finden Sie Atemtherapeuten (rechts auf die Karte klicken). Grundsätzlich kann jeder an einer Atemtherapie teilnehmen. Die ganzheitliche Therapie hat keine Nebenwirkungen. Ausnahme: Sie sollten bei einer Lungenentzündung keine Sitzungen durchführen!

Ein Tipp zum Schluss:

Fünf bis sechs Sekunden einatmen, fünf bis sechs Sekunden ausatmen. 15 Minuten lang, jeden Tag. Was das bringt? Es pendelt die Atmung so ein, dass sie synchron zum Herzschlag läuft – und sorgt so dafür, dass unser Körper wieder entspannen kann.

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